DEUTSCHE WESPE - DACHWESPE (lat. Paravespula germanica)
GEMEINE WESPE
Wespen leben ähnlich - wie Hornissen - in einem sozialen
Verband mit Geschlechtstieren und Arbeiterinnen. In Europa
gibt es mehrere Wespenarten, die Deutsche Wespe ist in freier Natur
häufig, doch ebenso oft nistet sie in der Umgebung oder im
Inneren von Gebäuden.
Das Wespennest entsteht ähnlich wie das der Hornisse:
den Winter überlebt ein befruchtetes Weibchen, das im Frühjahr
die ersten Zellen baut und die ersten Arbeiterinnen aufzieht. Diese
fahren dann mit Nestbau und Brutpflege fort und ziehen im Spätsommer
auch Geschlechtstiere auf.
Ein Nest in einem Gebäude hat eine Kugelform, die waagrecht
angeordneten Waben sind von einer mehrschichtigen Papierhülle
eingeschlossen, nach unten ist das Nest bis auf ein kleines Flugloch
abgeschlossen. Die graufarbene Papiermasse hat - im Gegensatz zum
Hornissennest - eine feine Struktur.
Die Deutsche Wespe und die Gemeine Wespe
ernähren sich wie die verwandten Arten vorwiegend von Insekten,
sammelt aber auch Nektar und in der Umgebung von Menschen gehen
sie gern an Marmelade oder Süßigkeiten, an reifes Obst,
Säfte, an alles, was Zucker und Wasser enthält.
Gelegentlich naschen sie auch an anderen Lebensmitteln, vor allem
an Fleisch.
Manchmal bereiten sie den Imkern Probleme, da
sie Bienen jagen und Honig rauben. Auch der Lebensmittelindustrie,
namentlich bei der Herstellung von Konserven und Süßigkeiten.
Im Haushalt gelten sie eher als lästige
Insekten, die hauptsächlich empfindlichen Personen durch ihren
Stich gesundheitliche Komplikationen bereiten können.
Wirklich gefährlich ist ein Stich in die Zunge, wenn eine Wespe
mit irgendwelchen Lebensmitteln in den Mund gerät. In einem
solchen Fall muss augenblicklich (!) für ärztliche Hilfe
gesorgt werden, da dem Betroffenen der Erstickungstod droht.
Ein Einschreiten gegen Wespen sollte für
gewöhnlich dann stattfinden, wenn Kinder oder herzkranke Erwachsene
gefährdet werden können, wenn sie in großer Zahl
auftreten oder wenn sich Nester an belebten Stellen befinden ! |